Andere Emissionsrechnung
Jeder Bundesbürger verursacht im Schnitt etwa 10 t CO2 Emissionen pro Jahr. Für Chinesen liegt der Wert bei 4,6 t, für einen US-Amerikaner bei über 19 t.
Berücksichtige man die Auslagerung bestimmter Produktionen, stünden die Industrieländer aber wesentlich schlechter da, heißt es vom Institut für Angewandte Forschung der Hochschule Pforzheim.
Viele Emissionen in China oder Indien entstünden für Produkte, die in Europa und Nordamerika konsumiert würden. Unterm Strich ergäben sich dann für einen Chinesen nur noch 3 t jährlich und für einen US-Amerikaner 28 t pro Jahr.
Entscheidend für die Emissionen sei also der Konsum und damit das Wohlstandsniveau, weniger die Frage, wo die Emissionen erfolgten. Das würden die reichen Länder gern verschweigen und lieber Absolutmengen der bevölkerungsreichen Länder nennen.
Mit der Globalisierung des Welthandels könne die Verantwortlichkeit am Klimaschutz nicht mehr national, sondern nur noch verbrauchsbezogen gesehen werden, hieß es aus Pforzheim.