Viel Gas im Markt
Die Internationale Energieagentur (IEA) rechne mit einer Wende auf dem Gasmarkt, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf eine IEA-Studie.
Wegen des Ausbaus erneuerbarer Energien und der Kernkraft sowie verbesserter Fördermöglichkeiten gebe es weltweit ein wachsendes Überangebot an Erdgas und damit zurückgehende Preise. Zugleich sinke die Abhängigkeit Europas von russischem Gas.
Auch die Positionen der Gasexporteure Iran und Katar werde in den nächsten Jahren durch den Rückgang der globalen Nachfrage geschwächt. Der Gasmarkt sei von einem Verkäufermarkt mit knappem Angebot und hoher Nachfrage in einen Käufermarkt mit wachsender Förderung und sinkender Nachfrage gedreht.
Bis 2015 würden die Überkapazitäten von Pipelines und Flüssiggasterminals auf mindestens 250 Mrd m3 anschwellen, viermal soviel wie 2007. Der geplante Ausbau regenerativer Energien und der Kernkraft sowie die Erhöhung der Energieeffizienz werde 2015 die Gasnachfrage um 5% senken, bis 2030 um 17%.