Die Klimaziele 2020 der Bundesregierung, die CO2-Emissionen in Deutschland
gegenüber 1990 um 40% zu senken, seien nach einer Studie des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik (VDE) nur schwer zu erreichen. Hierzu
müsste der Stromverbrauch
jährlich um 1,7% sinken.
Der VDE prognostiziert jedoch eine Zunahme von mindestens 0,6% pro Jahr. Eine
Abwrackprämie für energiefressende
Geräte und Systeme
wäre sehr wahrscheinlich nachhaltiger gewesen als diejenige
für Autos, so VDE-Experte Prof. Dr.-Ing. Wolfgang
Schröppel.
Um die Klimaziele zu erreichen, brauche es Hightech-Kraftwerke mit neuster Technologie und die
zügige Einführung von Produkten, Systemen und Anlagen mit deutlich geringerem Stromverbrauch, so der Verband. Eine komplett modernisierte fossile Kraftwerksflotte reduziere die CO
2-Emissionen um 25%.
Durch energieeffiziente
Geräte ließe sich der Stromverbrauch bis 2020 um circa 10%, die CO
2-Emission um bis zu 18% verringern. Allerdings unter der Annahme, dass die
Geräteanzahl nicht steigt. Bis zu 30% solle der Anteil Erneuerbarer an der Stromversorgung im Jahr 2020 betragen.
Hierfür seien ein schneller Ausbau der Netze und eine breit angelegte
IT-Aufrüstung erforderlich, meint der VDE. Ohne die Entkopplung von Angebot und Nachfrage durch Speicherung des
Energieüberschusses gehe es nicht. Der Verband fordert, die Entwicklung von Speichern zu beschleunigen.
Chancen sieht er im Einsatz von E-Fahrzeugen. 10% des deutschen Pkw-Bestands,
ausgerüstet als Plug-in-Hybrid,
könnten in etwa so viel Energie speichern wie alle heutigen Pumpspeicherkraftwerke zusammen.
Mit modernen Batterien
ausgerüstet und in Verbindung mit einer ausgefeilten Kommunikationstechnik biete diese Technologie das Potenzial, Windenergie intelligent zu speichern.
Mit einer
vollständigen Umstellung auf E-Fahrzeuge
ließe sich der Energiebedarf von Pkw um 75% senken. Dieser Strombedarf
ließe sich
vollständig durch Windenergie decken, so der VDE. Mehr unter
www.vde.com.