Konsum & Klima
83% bzw. vier von fünf EU-Bürgern achten beim Kauf auf die Umwelt. Das ergab eine neue "Eurobarometer"-Umfrage der EU.
Am höchsten ist das Umweltbewusstsein in Griechenland, wo mehr als 90% der Befragten ihre Kaufentscheidung von der Umweltfreundlichkeit eines Produkts abhängig machen. In Deutschland sind es 84%.
Rund 46% der EU-Bürger betrachten Steuererhöhungen für umweltschädliche und Steuersenkungen für umweltfreundliche Produkte als bestes Mittel zur Förderung umweltfreundlicher Produkte.
49% meinen, der Einzelhandel sollte umweltfreundliche Produkte in den Regalen auffälliger platzieren oder spezielle Abteilungen mit umweltfreundlichen Produkten einrichten. 31% erklärten, die Einzelhändler könnten umweltfreundliche Produkte am besten fördern, indem sie die Verbraucher besser informieren.
Obwohl kaum die Hälfte der EU-Bürger erklärt, Umweltzeichen spielten eine wichtige Rolle bei ihren Kaufentscheidungen, und nur jeder Zehnte meint, die Gesamtmenge der von einem Produkt verursachten Treibhausgasemissionen sollte auf den Umweltzeichen angegeben sein, vertraten etwa 72% der EU-Bürger die Auffassung, dass künftig für jedes Produkt die CO2-Kennzeichnung verbindlich vorgeschrieben sein sollte, in Deuschland plädieren 61% dafür.
Eine solche CO2-Kennzeichnung würde sämtliche Treibhausgase einschließlich CO2 aufzeigen, die von der Herstellung bis zur Entsorgung eines Produkts emittiert werden. Gegenwärtig gibt es keine entsprechende EU-weite Regelung, die Einführung wird derzeit geprüft.