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Netzausbau leichter

Die Große Koalition habe den Weg für einen Ausbau der Stromnetze frei gemacht, schreibt die "Financial Times Deutschland". Union und SPD hätten sich darauf geeinigt, die Milliardeninvestitionen für die Stromkonzerne attraktiver zu machen und die Genehmigungsverfahren zu vereinfachen.

Das Energieleitungsausbaugesetz soll heute im Bundestag verabschiedet werden. Es sieht sechs neue Nord-Süd-Trassen vor, um Strom vor allem aus Windparks in Nord- und Ostdeutschland in die Ballungsgebiete zu transportieren.

Die Genehmigung soll schneller gehen als die üblichen acht bis zehn Jahre: Mit dem Bundesverwaltungsgericht entscheide künftig nur noch eine Instanz. Weil viele Großprojekte direkt im Gesetz stünden, entfalle der Bedarfsnachweis im Einzelfall.

Es gebe auch weitere Anreize für Erdkabel, so die Zeitung. Nach den bisherigen Plänen sollten die Netzbetreiber nur die Kosten für vier Erdkabelprojekte mit Höchstspannungsleitungen bei der Bundesnetzagentur geltend machen können.

Nun profitierten auch Erdkabel mit niedrigerer Spannung: Wenn sie nicht mehr als 60% teurer sind als Freilandleitungen, werden die Kosten von der Bundesnetzagentur anerkannt.