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Deutschland sauberer

Deutschland kommt beim Klimaschutz voran: Obwohl der Energieverbrauch 2008 leicht stieg, sank der CO2-Ausstoß um etwa 10 Mio t bzw. 1,2%. Das ergab eine Studie des Energieexperten Hans-Joachim Ziesing vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin.

Grund für den Rückgang sei die Veränderung der Energieträgerstruktur: Es würden mehr Energien genutzt, die vergleichsweise wenig CO2 verursachten. Vor allem ein Trend weg von Stein- und Braunkohle sei erkennbar, stark gestiegen sei hingegen der Beitrag von erneuerbaren Energien und von Kernkraft.

Wahrscheinlich hat Deutschland damit auch 2008 seine Pflichten aus dem Kyoto-Protokoll von 2007 übererfüllt. Darin hatte die Bundesregierung bis 2012 eine Minderung der Treibhausgase um 21% gegenüber 1990 versprochen.

Tatsächlich erreicht wurden 2008 nach den DIW-Hochrechungen rund 23% Minderung. Die Minderung wäre noch größer ausgefallen, wenn der Winter nicht so frostig gewesen wäre, so Ziesing. Die niedrigen Temperaturen hätten sich verbrauchs- und emissionssteigernd ausgewirkt. Ohne Temperatureffekt wären die Emissionen 2008 sogar um 19 Mio t oder 2,2% gesunken.

Bereits 2007 ging der deutsche Ausstoß deutlich zurück. Damals hatte die Bundesrepublik mit 22,4% Minderung erstmals ihr Ziel aus dem Kyoto-Protokoll übertroffen. Ziesings Untersuchungen befassten sich nur mit CO2, das Kyoto-Protokoll nennt sechs Treibhausgase, die reduziert werden müssen. Die offiziellen Zahlen der Regierung sollen Ende März vorliegen.