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Plädoyer fürs EEG

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, und das Bundesumweltministerium (BMU) wenden sich gegen den Vorwurf, der Klimaschutzeffekt durch Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland werde durch den europaweiten Emissionshandel aufgehoben.

Hintergrund: Vor Kurzem hatte der "Spiegel" auf einen Widerspruch in der deutschen und europäischen Klima- und Energiepolitik ausgemacht und nach dem Sinn der Förderung der erneuerbaren Energien gefragt, wo doch mit dem Emissionshandel eine Obergrenze für die CO2-Emissionen der Kraftwerke festgesetzt sei.

Erneuerbare leisteten schon heute einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, meint dagegen das DIW. Die Kritik lasse wichtige energie- und klimapolitische Zusammenhänge außer Acht. Man brauche beides, das EEG und den Emissionshandel.

Sie sollten nicht gegeneinander ausgespielt werden. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, seien beide Instrumente zu nutzen. Unter der www.diw.de ist die Stellungnahme zu finden.

Das BMU verwies darauf, dass bislang kein anderes Instrument als das EEG zu vergleichbaren CO2-Reduktionen geführt habe, 2007 seien es über 50 Mio t gewesen. Das EEG fördere auch die Technologieentwicklung und Markteinführung bei den erneuerbaren Energien.

Die Agentur für Erneuerbare Energien verweist darauf, dass jede kWh Strom aus Wind, Wasser, Bio- und Sonnenenergie oder Erdwärme eine aus dem fossil-atomaren Energiemix ersetze.

Der CO2-senkende Effekt der Erneuerbaren fließe zu jeder Handelsperiode in die Festsetzung der Zahl verfügbarer CO2-Zertifikate ein. Damit werde der Emissionshandel erst wirkungsvoll.

Der durchs EEG bewirkte Ausbau Erneuerbarer verringere die Abhängigkeit von fossilen und atomaren Energieträgern. Anlagen aus Deutschland würden weltweit exportiert und eingesetzt.

Damit würden auch die CO2-Emissionen in Ländern vermieden, die keinen verbindlichen Klimaschutzzielen unterliegen und keinen Emissionshandel eingeführt hätten.