Netzausbau günstiger

10.07.2012  | Top Themen
Die im ÜBN-Netzplan für den Stromnetzausbau bis 2022 rund 2 Mrd Euro seien zu hoch angesetzt, es seien nur 1,2 Mrd Euro, zitiert die "Financial Times Deutschland" die Bundesnetzagentur. Grund sei, dass auch darin enthaltene Kosten ohne die Energiewende angefallen wären.
 
Dabei nennen die Bonner Kosten für die grenzüberschreitenden Interkonnektoren von 1,8 Mrd Euro, also 180 Mio Euro pro Jahr. Ebenso angefallen wären auch Reparaturkosten von 60 Mio Euro pro Jahr an Stromtrassen, die nun aufgerüstet werden. Dazu kämen große Ersparnisse durch die Vermeidung von Engpässen.
 
Um die Netze bei Wind stabil zu halten, müssten die Betreiber Windparks abregeln und konventionelle Kraftwerke hoch- oder runterfahren. Die Kosten dafür liegen bereits im dreistelligen Millionenbereich. Bis 2022 könnten sie ohne Netzausbau auf 800 Mio Euro pro Jahr wachsen, so die Netzagentur.